AUTHENTIZITÄT & EHRLICHKEIT - wie echt und ehrlich bist du wirklich mit dir und anderen
Sagst du immer was du denkst? Sagst du immer was du fühlst? Bist du wie du bist?
Für Manche mag dies nicht grundsätzlich ein Problem darstellen. Aber für Viele doch (noch). Warum haben wir nur so unglaublich viel Angst davor, einem anderen Menschen zu sagen, was in uns vorgeht? Oder so zu sein, wie wir wirklich sind. Ich erinnere mich gut daran, dies in früheren Zeiten auch nicht getan zu haben. Immer aus Angst, der andere könnte mich dann nicht mehr mögen. Oder, irgendwas Doofes über mich denken. Aber mir ging es nie wirklich gut damit. Stundenlange innere Gespräche haben mich fast aufgefressen. Selbst wenn ich hin und her gerissen war, und wieder mal nicht wusste, was ich denn eigentlich möchte, habe ich auch das nicht gesagt. Die Folge davon war immer ein viel größeres Chaos, als "einfach" zu sagen, was gerade ist.
Mit Vermeidungstaktik und Ignoranz trifft man seine Mitmenschen sehr viel mehr, als wenn man ihnen sagt, was ist oder was nicht ist. Ich bin wieder mal dankbar für eine Erfahrung in meinem Leben, die mir gezeigt hat, was ich früher selbst getan habe und wie sich das Ganze anfühlt. Nämlich alles andere, als gut.
Aus diesem Grunde möchte ich allen Mut machen, die dies noch nicht so gut hinbekommen, und sich und anderen etwas vormachen, was nicht echt ist. Macht euch bewusst: Am allermeisten schadet ihr euch selbst damit. Ihr verschwendet unglaublich viel Energie mit all diesen kreisenden Gedanken und kommt am Ende doch immer wieder an die gleiche Stelle zurück. Vielleicht glaubt ihr, die Situation löst sich von ganz allein. Aber wie soll sie das, wenn du ja eigentlich nicht möchtest, dass der andere negativ über dich denkt, was er ganz sicher tut, wenn du ihn ignorierst. Wenn dir das nämlich egal wäre, würdest du ja sagen, was du denkst. Da dreht sich alles wieder im Kreis.
Schaut euch mal die Karnevalszeit an. Wenn wir eine Maske tragen, können viele von uns plötzlich echt sein. In Kombination mit Alkohol erlauben wir uns dann, das auszusprechen, was wir in nüchternem Zustand wohl eher nicht tun würden. Deshalb lieben viele Karneval. Hier können wir uns frei fühlen und endlich mal unbeschwert so sein, wie wir sind.
Wäre es aber nicht total schön, mich IMMER frei zu fühlen? Immer unbeschwert zu sagen was ich denke. Immer so zu sein, wie ich bin.
An dieser Stelle kommen wir im Grunde auch wieder an das Thema unserer Selbstliebe. Menschen, die sich selbst lieben, wird es nicht schwer fallen. Denn sie befürchten nicht, nicht mehr gemocht zu werden, oder dadurch irgendetwas zu verlieren.
Somit habe ich einen guten Tipp für euch. Solltet ihr gerade einen innerlichen Kampf beenden wollen, zieht doch einfach mal, auch wenn gerade nicht Karneval ist, eine Maske an, und probiert es nochmal. Dies könnt ihr entweder tatsächlich real tun, was euer Gegenüber (wenns nicht gerade der Chef ist ;-) garantiert sehr lustig finden wird. Es reicht aber auch, sich dies bildlich vorzustellen. Ok. Aber bitte betrinkt euch nicht ;-) Viel Glück!
Ich garantiere euch. Danach gehts euch auf jeden Fall besser.