Ohne Kalt kein Warm, ohne Hart kein Weich, ohne Schatten kein Licht, ohne Ruhe keine Bewegung, ohne Geben kein Nehmen, ohne Weibchen kein Männchen, … und alles natürlich auch umgekehrt.
In der traditionellen chinesischen Medizin sagt man, dass YIN (weiblich) und YANG (männlich) immer wieder ins Gleichgewicht zurückgebracht werden sollten, damit das Qi, deine Lebensenergie, ungehindert fließen kann. Entstehen hier Blockaden / Störungen entstehen Staus und darüber hinaus dann irgendwann Krankheiten. Der Heilansatz in dieser Medizin ist grundsätzlich erstmal die Gesunderhaltung und nicht das Reparieren eines kranken Systems. Und wenn es dann doch zu Krankheiten gekommen ist, ist das Ziel die Ursache zu beheben, und nicht die Symptome zu behandeln. Ich persönlich finde, dass wir dieses Prinzip auch ganz dringend in unserem Gesundheitssystem brauchen.
Soweit so gut :-). Damit du nun selbst ein bisschen mehr ins Bewusstsein deiner weiblichen UND deiner männlichen Seite kommst, und dir vor allem auch bewusst wird, wie viel du im Grunde immer selbst für deine Gesundheit tun kannst, gehe noch einmal zurück zum ersten Absatz. Wie oft hast du schon darüber nachgedacht, dass wir bisher alles Gegensätzliche gebraucht haben, um überhaupt zu begreifen, dass wir niemals erfahren hätten was Warm ist, wenn es Kalt nicht geben würde.
GUT und SCHLECHT wiederum ist weder weiblich noch männlich. Es ist eine von uns erschaffene Wertigkeit, vermutlich deshalb, weil irgendwann der Energiefluss aus dem Gleichgewicht geraten ist. Kalt und Warm in Harmonie und in einem ineinander fließen wird dich sehr wahrscheinlich weder verbrennen noch erfrieren. Somit liegt hier die Wertigkeit SCHLECHT bei einem gestörten System und nicht bei Kalt oder Warm.
Stell dir nun vor, was passiert, wenn du von einer bestimmten Seite immer zu viel machst. Typisch weiblich sind zum Beispiel die Ruhe und die Passivität oder das Nehmen und Empfangen. Typisch männlich sind hingegen die Bewegung und die Aktivität oder das Geben. Bist du nun viel zu viel in Bewegung und sorgst nicht für die ausgleichende Ruhe, oder du gibst öfter viel mehr, als du nimmst, störst du deine Lebensenergie. Bist du öfter hart mit dir selbst und vergisst dich auch mal weich, ja vielleicht sogar schwach, sein zu lassen, oder du siehst das Meiste nur Schwarz und es fällt dir schwer, auch mal Weiß zu sehen… mache dir bewusst, dass du damit deine innere Harmonie aus dem Gleichgewicht bringst.
Andersherum gilt natürlich das Gleiche. Wenn du nur noch in Ruhe bist und keine Bewegung mehr hast, oder wenn du vielleicht viel öfter nimmst, als gibst, wirst du ebenfalls aus dem Gleichgewicht kommen. Schau einfach mal, was dir dazu alles in den Sinn kommt und stelle fest, von was du zu viel oder zu wenig machst.
So… nun gibt es ja noch die LIEBE und die ANGST. Hätten wir die Angst nicht kennengelernt, könnten wir nicht wissen, was die Liebe ist. Sollten wir auch hier mit beiden „nur“ in Harmonie kommen? Solange Ängste da sind, ist es sicher auch hier ratsam eine Harmonie zwischen beiden entstehen zu lassen. Aber… an dieser Stelle bin ich mir sicher, dass wir ab einem bestimmten Zeitpunkt Angst nicht mehr brauchen. Finde es selbst für dich heraus… so wie immer ;-)