Bewertungen, Verurteilungen anderer und vor allem Selbstverurteilungen sind ein großes Thema auf dem Weg zur bedingungslosen Selbstliebe. Meistens kommt dieser Teil auf deinem Weg immer mal wieder, was auf jeden Fall völlig in Ordnung ist und was zu deinem Prozess gehört. Mache es dir einfach nur bewusst und schau dir an, warum dich etwas gerade so triggert. In den meisten Fällen ist deine Verurteilung gegen Andere immer auch eine gegen dich selbst. Nicht nur, weil wir alle miteinander verbunden und im Grunde eins sind, sondern weil wir diese Sache sinngemäß auch schon so getan haben oder aktuell vielleicht sogar auch tun. Oder wir sind entsprechend hart mit uns selbst und würden uns niemals erlauben, genau das zu tun, obwohl wir uns tief im Inneren durchaus damit anfreunden könnten.
Bist du an einem Punkt angekommen, wo du einfach alle und alles sein lassen kannst, wie sie sind und es ist? Kannst du dich selbst sein lassen, wie du bist? Hast du den Menschen in deinem Raum alles vergeben, was sie dir oder du ihnen "angetan" hast? Wenn du alles ehrlich mit JA beantworten kannst, Herzlichen Glückwunsch :-) Wenn du aber irgendwo doch etwas findest, was du nicht einfach sein lassen kannst, dann schenke in dieser Woche deiner Wurzel der Vergebung, die in meiner Wahrheit jeder in sich trägt, ganz besondere Aufmerksamkeit.
Ich empfehle grundsätzlich immer Vergebungsarbeit über einen längeren Zeitraum. Es ist in meinen Augen die Basis eines jeden Weges zu sich selbst und zur Bedingungslosigkeit. Jede Verurteilung in deinem System ist wie eine Bleikugel, die du permanent mit dir durchs Leben schleppst und dich immer und immer wieder blockiert. Viel zu anstrengend, würde ich sagen ;-) Um zu Vergeben braucht es im Grunde nicht sehr viel. Bringe den Menschen in Form eines Fotos oder der Sache der du vergeben möchtest auf ein Blatt Papier und stelle es in einem Bilderrahmen an einen Platz, an dem du täglich vorbei gehst. Schau täglich 1-3x bewusst hin und sprich laut oder leise oder in Gedanken, ich vergebe dir. Das machst du solange, bis du den Bilderrahmen irgendwann an dein Herz nehmen kannst. Damit hast du es dann meistens bereits geschafft.
Nun ist es aber auch öfter so, dass der Wille zum Vergeben zwar da ist, es aber einfach nicht gelingen will. So ähnlich wie mit ner Diät oder anderen Vorsätzen ;-) Wenn das bei dir auch so ist, dann benötigt die Wurzel oder deine noch sehr kleine Vergebungspflanze einfach ein bisschen Aufmerksamkeit und Pflege. Stell dir am besten wirklich einen Samenkorn, eine Wurzel oder eine kleine Pflanze vor, die du gut versorgst. Sie wird mit jeder Aufmerksamkeit mehr und mehr wachsen und prüfe während dieser Phase immer wieder, ob du bereit für Vergebung bist.
Wenn du bereits eine große Pflanze in dir hast, starte mit dieser Meditation doch einfach eine ganz bestimmte Vergebung, so wie ich sie beschrieben habe.