
Wie sehr kannst du dich auf das Leben und Neues darin einlassen?
Albert Einstein hat mal gesagt: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.“Das Leben ist von Natur aus Wandel und Veränderung. Das Naturgesetz der Schwingung besagt, dass jedes noch so kleine Teilchen durch das Naturgesetz des Rhythmus in Bewegung ist und wirklich nicht still steht. Unter diesem Aspekt sollte uns klar werden, dass jedes Festhalten eines Teilchens in unserem Leben immer zu einer Blockade führt, zumal ganz genau genommen ein festhalten theoretisch auch gar nicht möglich ist. Das ist ein bisschen so, als wenn du schwimmend in einem Pool versuchst mit deinem Mund einen schwimmenden Apfel festzuhalten. Selbst wenn du es tatsächlich geschafft hast, in den Apfel zu beißen, wirst du es nicht schaffen diesen Zustand einzufrieren, und so richtig Sinn macht ein Apfel dauerhaft im Mund auch nicht, wenn du nicht beginnst ihn zu essen.
Stell dir vor, wie du in deinem Pool des Lebens badest. Selbst wenn du dich ganz flach aufs Wasser legst, wirst du immer durch den Rhythmus der noch so kleinen Wellen in Bewegung bleiben. Mach dir bewusst, wie viel Kraft es dich kosten würde, absolut ohne Bewegung zu sein, und wie leicht es ist, sich einfach der Bewegung des Wassers hinzugeben.
Wir haben alle unser Leben – unseren Pool selbst gestaltet, auch wenn das ganz viele immer noch nicht glauben, und es in vielen Fällen auch immer wieder nur sehr schwer vorstellbar ist. Warum gestalte ich mir Krankheiten, Drama, Konflikte, Mangel, Schuld, Ablehnung oder sonst irgendwas, was eigentlich keiner wirklich haben will? Es ist viel einfacher irgendetwas da draußen für mein Leben verantwortlich zu machen, als mich selbst. Viel Verantwortlichkeit wird auch immer wieder in der Kindheit gesucht und zum Sündenbock des HIER und JETZT gemacht. Aber was bringt es uns heute, an vergangenen Erfahrungen festzuhalten? Der Apfel aus der Vergangenheit ist heute nicht mehr haltbar und kann genau genommen gar nicht mehr existieren, aber wir halten ihn mit Gedanken und Gefühlen fest.
Manche schwimmen täglich um ihren Steinzeitapfel, fangen ihn mühsam ein und hören nicht auf an ihm zu knabbern, weil sie ihn so gut kennen und wissen, worauf sie sich einlassen, und dabei ist es ganz egal, dass er schon lange gar nicht mehr so wirklich schmeckt. Währenddessen hoffen wir darauf, dass vielleicht endlich mal ein anderer Apfel kommt oder das Wasser wärmer wird oder wir einfach mal aus dem Pool aussteigen „dürfen“.
Andere sammeln Äpfel aus der heutigen Zeit, und können nicht genug von ihnen bekommen. Dann haben wir große Angst, unsere Ernte wieder zu verlieren und loszulassen, und wir versuchen sie zu bewachen und zu sichern, anstatt mit den Samen Neues anzupflanzen. Vielleicht haben wir auch mühsam etwas aufgebaut, was wir nie wieder abgeben wollten, aber die aktuellen Gegebenheiten fordern uns nun auf, etwas Neues in Betracht zu ziehen.
Beim Einlassen und Loslassen geht es immer um die Urangst vor Unberechenbarkeit. Die meisten von uns wünschen sich Beständigkeit und Berechenbarkeit, und vergessen, dass das Einzige, was beständig ist, die Unbeständigkeit – der Wandel – die Veränderung ist. Ja, und ehrlich gesagt, finde auch ich das nicht so ganz besonders super ;-) Aber ich möchte mich auf alles, was da noch so in meinem Leben kommt, vertrauensvoll einlassen und loslassen, was mich festhält. Bist du bereit, das auch zu tun und kommst mit?
Das Leben in der kommenden Zeit wird sich in jedem Fall verändern, und es wird uns an unsere Grenzen unserer Poolumrandung bringen. Ganz egal in welcher Form. Wir werden gefordert sein, alte Gewohnheiten, Muster und Glaubenssätze loszulassen und uns auf Neues einzulassen. Entscheide du, wie leicht oder wie schwer du dir dein Einlassen auf Veränderungen und Neues in deinem Leben machst. Erkenne den Nutzen am Loslassen deiner alten Kleider und der 1000 Dinge, die du schon lange nicht mehr benötigt.