LIEBE für dich und deine Akzeptanz

06.07.2022

Wie kritisch, zweifelnd und / oder bewertend bist du immer noch oder immer wieder mit dir?

Immer wieder dieses Thema mit der Selbstliebe ;-) Im Grunde wäre alles so einfach, wenn wir uns endlich selbst akzeptieren, wie wir sind. Es geht gar nicht darum, alles in und an uns zu vergöttern und super gut zu finden, sondern nur ums Akzeptieren aller Anteile in uns. Vielleicht ist pure Selbstliebe gerade deshalb manchmal unerreichbar, weil wir das Gefühl der reinen Liebe gar nicht richtig kennen und unsere Vorstellung dazu etwas ist, was es aber gar nicht ist.

Die allermeisten von uns haben Liebe als Gefühl der Befriedigung eines Bedürfnisses kennengelernt. Wir sind in der Regel darauf angewiesen, dass irgendetwas passiert, oder ein Mensch oder Tier in unserem Umfeld ist oder etwas Bestimmtes macht oder nicht macht, damit wir uns gut fühlen und dadurch „Liebe“ empfinden können. Wenn du dieses antrainierte Muster jetzt nur auf dich selbst beziehst, wirst du ziemlich sicher ebenso solche Dinge in dir mit dir selbst finden, die genauso funktionieren.

Der Klassiker ist deine Figur. Irgendwas ist da immer zu finden, was nicht gut genug ist. Versuchst du diesen Teil nun in der Vorstellung einer „Bedürfnis erfüllenden Liebe“ zu lieben, wirst du es nicht schaffen, weil nur eine Veränderung dieses Teils dir dieses gute Gefühl schenkt, was du als Liebe kennengelernt hast. Wenn du dies auf Handlungen z.B. in deinem Job oder mit deinen Mitmenschen beziehst, verhält es sich gleich. Somit kannst du zwar deinen Partner oder deinen Chef austauschen, aber wenn du nicht erkennst was wirklich dahinter steckt, wird es sich nur wiederholen. Somit, Nase austauschen gilt nicht ;-)

Wir alle tun immer wieder Dinge, um unbewusste und auch bewusste Bedürfnisse in uns zu stillen. Gerade in Beziehungen jeglicher Art ist dies ein großes Thema und es ist den allermeisten von uns nicht bewusst. Solange alle Bedürfnisse gestillt sind, fällt es nicht weiter auf. Macht dein Gegenüber aber jetzt etwas oder nicht, was dein Loch nicht füllt, entsteht für dich eine Disharmonie, und das Gefühl der „Bedürfnis erfüllenden Liebe“ schwindet dahin. Vermutlich fühlst du dich sogar verletzt.

Du beginnst im fortgeschrittenen Stadium zu überlegen, ob dein Freund noch dein Freund ist, ob dein Partner noch zu dir passt, ob der Kontakt zu Familienmitgliedern besser abgebrochen werden sollte, usw.. Mit diesen Gedanken, gehst du aber leider in die Trennung mit der Energie der Liebe und produzierst damit immer wieder die gleichen oder ähnliche Erfahrungen und drehst dich in deinem Hamsterrad.

Was aber wäre, wenn du wirklich akzeptierst und damit mehr Liebe in dein Leben bringst? Was wäre, wenn du nichts mehr an dir und anderen auszusetzen hättest? Was wäre, wenn du dich aus all deinen Abhängigkeiten und Kontrollen endlich entlässt? Liebe ist die Energie, die weder Angst, noch Widerstand oder Kampf und kein wenn dann, enthält. Akzeptanz und damit Liebe wird existieren, wenn du dich und alles um dich herum frei lässt. Liebe fühlt sich im Grunde sehr neutral an. Sie ist nicht nur das ganz große Gefühl, was wir aus dem Verliebtsein, der Eltern-Kind-Liebe, der Mensch-Tier-Liebe oder anderen großen Momenten kennen. Liebe ist die ausgleichende Energie zur Angst, die uns in der Dualität in die Mitte bringt.

Vielleicht magst du dir ab jetzt vorstellen, dass Selbstliebe auf einer Skala von 1-10 nicht wirklich die so hochgesteckte 10, sondern bereits die 5 ist. An dem Punkt, wo du deinem Leben neutral gegenüber stehst und akzeptieren kannst, was in DIR und überall da draussen ist, beginnt deine Selbstliebe und damit der Schritt in deine Freiheit.