Wir machen unser ganzes Leben lang Erfahrungen und spielen sozusagen diverse Rollen in unserem Theaterstück Menschsein. Ja, ich denke die Vorstellung und das Bewusstsein dafür, dass wir hier auf der Erde im Grunde nur spielen, hilft unglaublich immer wieder den Blickwinkel zu verändern, und unsere selbst kreierten Dramen zu erkennen. Wir spielen unsere eigene Rolle, aber wir spielen auch große Rollen für unsere Mitmenschen. Und das ist gut so, denn nur so können wir uns weiter entwickeln, wieder heile und ganz werden. Gerade die größten Arschengel, sind die hilfreichsten Menschen in deinem Leben ;-)
Im HIER und JETZT spielt für viele von uns die Vergangenheit und die darin vorkommenden Menschen oft eine große Rolle. Es fällt öfter sehr schwer, diese immer wieder loszulassen, zu vergeben und endlich gut sein zu lassen. Unser Ego, unser Verstand bildet sich ein, ständig vor wiederholenden nicht ganz so liebevollen aber eigentlich vergangenen Erfahrungen auf der Hut sein zu müssen. Damit blockieren wir uns jedoch selbst total in unserer Liebe.
Macht euch bewusst, dass wir in einer Dualität leben, und das alle Erfahrungen wichtig für uns sind. Stell dir vor, dass deine Seele sich bereits vor deinem jetzigen Leben ausgesucht hat, was sie alles erfahren und fühlen möchte. Als Seele im Universum ist es schrecklich langweilig... Nimm an, was das Leben und deine Rollen, die du durchaus immer wieder selbst ändern kannst, für dich bereithalten. Du kannst dich entweder wehren, dich hinter deinen Mauern verstecken, andere verantwortlich machen, Opferrollen spielen und dich verletzbar fühlen. Du kannst aber auch ins Bewusstsein kommen und dich davon überzeugen, dass vieles nicht (mehr) notwendig ist, und dass gerade die Dinge aus der Vergangenheit sich nur dann wiederholen, wenn du sie festhältst. Und das geschieht meist durch fehlende Vergebung. Wenn du in der Rolle der / des Verletzten verharrst, wirst du immer wieder die passenden Erfahrungen dazu machen und genau die Menschen in dein Leben ziehen, die deine Rolle bedienen. Wenn du deine vergangenen, verletzenden Erfahrungen aber dankend annimmst, den Sinn dahinter erkennst, und dir bewusst machst, was du daraus lernen konntest, wird sich automatisch eine neue Rolle in unserem gemeinsamen Theaterstück für dich ergeben.
Erinnere Dich auch nochmal daran, dass du ohne das Wissen davon wie sich KALT anfühlt, nicht wissen kannst, wie sich WARM anfühlt. Wir alle wissen nun schon sehr lange, was warm und kalt ist, und dass beides weder gut noch schlecht ist. Und so ist es auch mit unseren Erfahrungen und unserer Vergangenheit. Mache dir jedoch immer wieder bewusst, dass deine Vergangenheit wirklich vergangen ist und, dass sich daran rein gar nichts mehr verändern lässt. Lass sie immer wieder los und gib ihr keinen Raum, dein HIER und JETZT so zu beeinflussen, dass sich Teile daraus wiederholen, dich mit Schwere belasten oder du dich vor diversen Eventualitäten schützen müsstest. Lebe und liebe und erfreue dich an dem, was du dir JETZT jeden Tag neu gestaltest. Und wenn es dann auch mal wieder eiskalt oder kochend heiß wird, schau es dir von außen an, lächle und sei sanft mit dir und allen anderen. Wir sind alle auf dem gleichen Weg...