LIEBE für dich und deinen Widerstand

17.11.2021

Wie klar bist du mit deinen eigenen Entscheidungen? Stehst du hinter dir und deinem Standpunkt? Erkennst du deine Grenzen, und WIE setzt du diese um?

Wir werden immer mal wieder im Leben an unsere Grenzen herangeführt. Sei es bei rein körperlichen Dingen wie beim Sport oder mit handwerklichen Tätigkeiten, oder eben im psychischen und energetischen Bereich in Form von Fühlen und Denken. Schau dir diese Woche deine eigenen Grenzen genauer an. Fühlst du immer ganz genau, wann diese erreicht sind? Oder spürst du es erst, wenn diese überschritten wurden, egal ob von außen, oder von dir selbst? Und wenn du deine Grenzen wahrgenommen hast, wie setzt du diese um? Traust du dich, diese klar und deutlich zu kommunizieren, oder nicht? Oder haust du vielleicht sogar direkt um dich und packst das Schwert aus, damit deine Grenze auch wirklich klar ist? Erspüre die dadurch entstehenden Formen eines Widerstandes in dir.

Hast du Schwierigkeiten, deine Gefühle, Gedanken und damit dann auch deine Grenzen zu kommunizieren, werde dir bewusst, wie sehr du dich damit selbst ignorierst. Denn wenn du nicht aussprichst, was in dir ist, kann dies von außen nicht klar wahrgenommen werden, und du staust Energie in dir an. Sagst du jetzt, aber das muss „man“ doch merken. Ich sage dir, leider erstmal nein. Denn jeder Mensch hat völlig unterschiedliche Grenzen, weshalb wir niemals davon ausgehen können, dass diese für jeden gleich sind. Wenn dein Chef dir immer mehr Arbeit gibt, du aber niemals STOP sagst oder nur so leise, dass er es nicht hört, wird er nicht damit aufhören. Du begibst dich hier in eine Opferhaltung.

Fällt es dir ganz leicht, oder du hast irgendwann gelernt, dein Inneres nach außen zu kommunizieren und setzt bereits klare und deutliche Grenzen, schau dir genau an, WIE und mit welcher Intensivität du da durch gehst. Denn wenn du das Schwert auspackst und dir selbst oder deinem gegenüber direkt schon mal 2 Finger abhackst, und / oder als Torwächter vor deiner Grenze patrouillierst ist dies am Ende auch nicht in deinem Sinne. Erkenne in diesem Verhalten den entstehenden Kampf, auf den du dich einlässt. Und erkenne den dadurch entstehenden Energieverlust in dir. Auch in diesem Fall wird dein Chef dir vermutlich immer noch zu viel Arbeit aufdrücken, weil du damit nämlich seine Grenze überschritten hast oder er dir den gleichen Starrsinn entgegen bringt, wie du ihm. Du begibst dich hier in eine Täterhaltung.

Erkenne den Wert einer respektvollen und achtsamen Kommunikation und die Wichtigkeit der Rechtzeitigkeit. Gefühle und Gedanken, die in dir sind, die aber nicht ausgesprochen werden, werden dich langfristig unzufrieden oder gar krank machen oder möglicherweise plötzlich zu einer Explosion führen, weil sich zu viel Energie angestaut hat. Es ist sehr hilfreich, deinen Standpunkt, deine Entscheidungen und deine Grenzen immer im Zusammenhang mit deinen dazugehörigen Gefühlen und Gedanken zu kommunizieren. Was macht die Situation mir DIR. Bleibe hier komplett bei dir, und vermeide es, in eine Vorwurfs- und Erwartungshaltung zu kommen, denn genau das macht eine respektvolle Kommunikation nicht möglich, weil du damit dann selbst zum Grenzüberschreitenden wirst. Übe dich in Akzeptanz deiner eigenen Gefühle und Gedanken und die deines Gegenübers. Damit löst du deine innerlichen Widerstände auf. Deine Energie kann freier fließen.

Das ist in unserer aktuellen Lage in vielen Bereichen auch ganz dringend notwendig, bevor sich die Menschen beginnen, gegenseitig direkt zu köpfen. Macht euch bewusst, was gerade passiert.