LIEBE für dich und den Mut deine Erwartungen abzulegen

29.09.2021

Wie schon letzte Woche beschrieben, passiert aktuell unglaublich viel um uns herum. Wird euch auch immer mehr bewusst, dass sich die Dinge wirklich verändern wollen? Spürt ihr, dass alte Muster, Werte, Ansichten und vieles mehr in bestimmten Teilen einfach nicht mehr funktionieren? Ihr könnt versuchen, bestimmte Dinge und auch Menschen oder Tiere ganz fest zu halten, aber umso mehr ihr sie genauso behalten wollt, umso mehr entgleiten sie euch. Lasst ihr sie los, bleiben sie freiwillig oder verändern sich in noch etwas viel Besseres. Und wenn sie tatsächlich gehen, ist das auch in eurem Sinne das Beste, was ihr nur noch nicht erkannt habt.

Ganz besonders die unter euch, die so manche Erwartungen an ihre Mitmenschen haben oder aktuell vielleicht sogar an unsere Politik, wird es in der nächsten Zeit immer mehr darum gehen, ihre Erwartungen abzulegen. Vielleicht fragt ihr jetzt, aber warum darf ich keine Erwartungen haben? Natürlich darfst du diese haben. Aber was machst du, wenn diese nicht erfüllt werden? Dich schlecht und schwer fühlen und dir andere Menschen suchen, die diesen Job besser erfüllen. Das wäre eine Möglichkeit ;-) Aber glaubst du wirklich, dass du genau diese finden wirst? Und bleibst du damit nicht immer auch in der Verurteilung? Mit der Politik klappt das austauschen nämlich dann schon eher nicht so gut ;-) Damit können wir gerade richtig gut üben, einfach nichts mehr zu erwarten. Warum, weshalb, wieso unsere Politiker handeln werden wir eh nicht wirklich rausfinden, es sei denn, wir kennen sie persönlich. Am Ende sind es auch nur Menschen und Seelen, die ihre Erfahrungen machen und die Dinge nach ihren Gegebenheiten entscheiden. Entweder sind diese gut für den einen, oder sie sind schlecht für den anderen. Vermutlich fehlt an dieser Stelle vielen der Mut, auch öfter mal einzugestehen, dass bestimmte Entscheidungen doch nicht so super waren, weil das im Normalfall wohl immer einen Rücktritt und ganz sicher einen persönlichen Angriff bedeuten würde. Und somit handeln auch sie aus Angst und hängen möglicherweise in ihrem Teufelskreis. Wie auch immer. Erwartungen sind für jeden Beteiligten immer eine anstrengende Kiste.

Versuche dir bewusst zu machen, dass deine Erwartungen an andere oft deine Erwartungen an dich selbst wiederspiegeln. Schau dir an, was du alles selbst von dir erwartest und überprüfe, ob du dir damit nicht eher selbst Druck machst. Was wäre, wenn du einfach immer davon ausgehst, dass immer das zu dir kommt, was gerade zu dir kommen soll, damit du dir dies oder jenes anschauen kannst um an deinen Erfahrungen zu wachsen?! Wir reden jetzt nicht davon, dass es völlig egal ist, wie andere mit dir umgehen. Das ist ein anderes Thema, wo es um das Grenzen setzen geht.

Du könntest dir heute in deiner Meditation deine Erwartungen an dich selbst und andere in Ruhe anschauen. Vielleicht kommt auch eine Erwartung eines anderen auf dich zu, die du nicht länger erfüllen möchtest und vielleicht auch nicht kannst. Ob es das erwartete Arbeitspensum deines Chefs an dich ist, das Spülmaschineneinräumen und ggf. sogar wie ;-), das Wäschewaschen, das Kochen, das Sporttreiben, das möglichst schnelle Antworten einer Nachricht, das regelmäßige Telefonat, das Gassigehen mit deinem Hund, das nette Lächeln, das an sich selbst Arbeiten, das bestimmte Tun für einen anderen, das, das, das… Stellt euch einfach einmal vor, wie es sich anfühlt, nichts von alldem machen und dazu auch noch auf eine bestimmte Art und Weise machen zu müssen. Erkenne deine selbstauferlegten Erwartungen und lass sie mutig los. Feel free!!!