SANFTMUT – Grenzen setzen

Sanftmut ist eine "gute" Eigenschaft, und wenn du lautstark sagst, was du denkst, vielleicht auch auf den Tisch haust, wird das nicht unbedingt als "gut" angesehen. Auch wenn wir so ein Kind oder Tier haben, kann uns das durchaus peinlich sein. Aber ziemlich sicher nur dann, wenn wir uns selbst nicht erlauben, unsere Grenzen deutlicher zu setzen. Ich persönlich ziehe auch eine sanftmütige Grenze vor. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass diese Grenzen leicht zu übersehen und vom Gegenüber einfacher zu überwinden sind, und wir dadurch durchaus lange Zeit Dinge mit uns machen lassen, die uns aus dem Gleichgewicht bringen. Das geht meist soweit, dass wir unsere Eigenverantwortung verlieren und die Schuld beim anderen suchen.

Ich frage dich nun. Was bringt dich eher zum Ziel? Darauf zu warten, dass dein sanftmütiges Herz immer erkannt wird und deshalb aus Achtsamkeit deine Grenze nicht überschritten wird. Oder aber in Eigenverantwortung dafür zu sorgen, dass jeder deine Grenze erkennt und gar nicht darüber nachdenkt, auch nur einen Blick drüber zu werfen.

Ich kann dir versichern, dass letztere Möglichkeit deutlich weniger Wunden verursacht und ein Zeichen deiner Eigenliebe ist, weil du gut auf dich aufpasst und für dich sorgst. Daraus ergibt sich für meine Wahrheit, dass eine deutliche Grenze unser sanftmütges Herz beschützt.